"Gift mit Erdbeergeschmack" - Achtung vor gepanschtem CBD-Liquid! Horror-Liquid schlimmer als Heroin

"Gift mit Erdbeergeschmack" - Achtung vor gepanschtem CBD-Liquid! Horror-Liquid schlimmer als Heroin
8. September 2021 4 min zum lesen

"Gift mit Erdbeergeschmack" - Achtung vor gepanschtem CBD-Liquid! Horror-Liquid schlimmer als Heroin

Zunächst mal ein paar Worte im Voraus: Ich möchte erstmal klarstellen, dass an CBD-Liquid vom Fachhändler nichts Schlimmes ist. Doch gibt es aktuell eine überaus gefährliche Droge im Umlauf, welche sich zwar CBD-Liquid nennt, aber keines ist. Dieser Artikel soll zur Aufklärung und Warnung dienen.

Dank einer wiedermal wirklich interessanten Reportage vom Team von Strg_f (eine Redaktion von «funk», einem Ableger der deutschen Mediengesellschaft NDR) bin ich auf dieses Thema gestossen. Das Video dazu findet ihr HIER

 

Ein dampfendes Dankeschön an dieser Stelle vom Red-Vape Team an das Team von Strg_F ♥

Ein ganz besonderes Dankeschön geht raus an die Reporterin Nadia und den Kameramann Sulaiman, dafür dass ihr euch in die Höhle des Löwen begeben habt!

 

Worum geht es?

Wie schon kurz angesprochen, geht es um eine "neue" Droge, welche durch E-Zigaretten konsumiert wird. Aus diesem Grunde möchten wir auch unsere Plattform hier nutzen, um euch zu warnen.

Es handelt sich grob gesagt um ein synthetisches Gift. Weiter unten erfahrt ihr mehr dazu.

 

Die Wirkung des synthetischen CBD Liquid

Konsumenten beschreiben die Wirkung als eine Art Vollrausch, als wäre man "Absturz-besoffen".

Bereits 2-4 Züge mit einem solchen Liquid lösen einen Rausch-Trip aus, welcher aber nur etwa 20-30 Minuten anhalten soll.

Man wird passiv, verliert das Körpergefühl, es kann zu physischer Taubheit führen, aber auch zu einer Euphorie, einem Gefühl von Leichtigkeit. Bei starker Dosierung wurde beschrieben, dass das Körpergefühl komplett verloren wird, was zu Erbrechen, gleichzeitig mit Darmentleerung führen kann. Es wird von Abhängigen mit Heroin verglichen.

Bei längerem Konsum fällt Schlaf und Nahrungsaufnahme zunehmend schwer, das Denken wird langsam, als würde der Kopf im Schlamm stecken, auch wenn man in dem Moment vielleicht nüchtern ist. Dementsprechend gibt es starken Neben- und Nachwirkungen.

Klingt abschreckend? Soll es auch! Wir wollen euch schliesslich davor schützen.

 

Abhängigkeit

Löst es eine Abhängigkeit aus? Ja, das tut es, und zwar ziemlich übel und vor allem schnell.

Schon nach wenigen Stunden ohne Konsum wurden Magenkrämpfe, Gliederschmerzen, massive Kopfschmerzen und Schweissausbrüche beschrieben.

Ein Entzug ist möglich, aber auch hier gibt es wieder den Vergleich mit Heroin. Tagelange Schweissausbrüche, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit, Fieber, Schmerzen, Erbrechen… Und dies sind nur einige, wenige mögliche Symptome.

 

Die Herstellung von synthetischem CBD Liquid

Selbstverständlich werden wir euch hier kein Rezept zur Verfügung stellen – das sollte klar sein.

Wir möchten euch aber über die Umstände der Herstellung informieren, damit ihr die Finger davonlasst.

Das Ausmass der Wirkung ist vor dem Konsum kaum abzuschätzen, da das Liquid meistens in Heimarbeit in selbst gebauten Drogenküchen hergestellt wird. Auf diese Weise ist die Dosierung eher vage zu bewerkstelligen.

Wobei "Drogenküche" erstmal nicht ganz richtig ist. Es kann auch in einer herkömmlichen Haushaltsküche hergestellt werden, mit nur wenigen Hilfsmitteln.

 

Der Markt

Vertrieben wird das Gift zum Beispiel über Instagram, oder andere einschlägige soziale Media Plattformen.

Jedoch ist hier Mundpropaganda und Weitergabe unter Freunden und Bekannten sehr häufig.

Vor dem Gesetz handelt es sich hier sozusagen um einen "übersehenen" Markt – einerseits aufgrund der Verbreitung über soziale Medien, andererseits durch den Konsum durch die herkömmliche E-Zigarette.

Eine weitere Gefahr dahinter und auch ein Grund für die schnelle Verbreitung ist auch der einfache und harmlos wirkende Konsum durch die E-Zigarette.

Es gibt Konsumenten in jeder gesellschaftlichen Schicht. Das geht von der sozialen Unterschicht, über normale Angestellte, Anwälte und sogar Polizisten, laut dem Hersteller, welcher sich in der Reportage geäussert hat.

Es nimmt stark an Popularität zu, obwohl, oder besonders weil kein Konsument wirklich weiss, was dahintersteckt.

 

Doch was ist nun drin?

Die Hauptbestandteile sind, wie bei jedem anderen Liquid auch, das Glycerin und das Propylenglycol, damit es erstmal dampfbar wird. Doch dies ist natürlich nicht der Wirkstoff.

Es handelt sich bei dem Wirkstoff um ADB-Fubinaca. Dies ist ein vollsynthetisches Cannabinoid, welches dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. In Amerika steht es auf derselben Betäubungsmittelliste, wie zum Beispiel Heroin, MDMA (Ecstasy), LSD, Amphetamin, und ähnlichem.

Es hat im Grunde keinen medizinischen Nutzen, weshalb es nicht mit dem eigentlich handelsüblichen CBD gleichzusetzen ist. Ganz im Gegenteil – es ist giftig. Beim Konsum können durchaus Vergiftungssymptome entstehen, welche bis hin zum Tode führen können. Sowohl bei Überdosierung, als auch bei Langzeitkonsum.

Im Gehirn nutzt es dieselben Rezeptoren, wie Cannabis und die Wirkung ist zwar vergleichbar, aber das Ausmass der Wirkung ist um ein vielfaches stärker und somit unkontrollierbar, kann wie bereits gesagt auch zum Tode führen – anders als bei Cannabis oder echtem CBD(-Liquid).

 

Fazit:

Kauft eure Liquids, ob CBD oder "normales" bitte immer beim Fachhändler eures Vertrauens – nicht auf Instagram oder gar auf der Strasse. Nur so könnt Ihr sicher sein, dass das drin ist, was auch draufsteht.

Hoffentlich ist euch bewusst, dass es nicht nur übertrieben ist, wenn wir sagen, dass Fehler an dieser Stelle tödlich enden können.

 

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